DSWV erwartet Wettvolumen von fast einer Milliarde Euro zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026

Der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) rechnet mit einem Gesamtwettvolumen von nahezu einer Milliarde Euro bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 und verweist dabei auf die Vorbereitungen der lizenzierten Anbieter in Deutschland; Branchenvertreter schätzen zugleich, dass 300 bis 400 Millionen Euro dieses Volumens zu nicht lizenzierten Offshore-Plattformen abwandern könnten, während die regulierten Anbieter mit 600 bis 700 Millionen Euro rechnen.
Ausgangslage des regulierten Marktes
Seit der Einführung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 arbeiten die lizenzierten Sportwettenanbieter unter einheitlichen Vorgaben der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und bieten ihre Dienste ausschließlich innerhalb des legalen Rahmens an; der DSWV vertritt diese Unternehmen und veröffentlicht regelmäßig Einschätzungen zu bevorstehenden Großereignissen wie der Weltmeisterschaft 2026. Die Prognose basiert auf bisherigen Umsatzentwicklungen bei vergleichbaren Turnieren und berücksichtigt sowohl die steigende Akzeptanz regulierter Plattformen als auch die anhaltende Konkurrenz durch ausländische Anbieter ohne deutsche Lizenz.
Erwartete Umsatzverteilung
Nach Angaben des Verbands entfallen auf die regulierten Anbieter voraussichtlich 600 bis 700 Millionen Euro, während der verbleibende Teil des geschätzten Gesamtvolumens von fast einer Milliarde Euro über illegale Kanäle fließen könnte; diese Aufteilung ergibt sich aus Analysen früherer Turniere und aus der Beobachtung, dass ein Teil der Spieler weiterhin Offshore-Plattformen nutzt, obwohl diese nicht den deutschen Lizenzanforderungen entsprechen. Die Zahlen verdeutlichen, dass der regulierte Markt bereits ein beträchtliches Volumen erreicht, gleichzeitig jedoch ein signifikanter Anteil potenzieller Einsätze außerhalb der Kontrolle der GGL bleibt.
Herausforderungen durch nicht lizenzierte Anbieter
Vertreter des DSWV weisen darauf hin, dass Offshore-Anbieter weiterhin Werbung betreiben und Zahlungsmethoden anbieten, die für deutsche Nutzer zugänglich bleiben; dadurch entsteht ein Wettbewerbsdruck, der die lizenzierten Unternehmen zwingt, ihre Angebote innerhalb der strengen Vorgaben zu optimieren. Die Schätzung von 300 bis 400 Millionen Euro, die in den illegalen Bereich abfließen könnten, stützt sich auf Branchendaten und Beobachtungen aus vergangenen Jahren, in denen ähnliche Muster bei internationalen Sportgroßereignissen auftraten. Im Juli 2026, kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft, dürften diese Entwicklungen erneut im Fokus der Aufsichtsbehörden stehen.

Auswirkungen auf den deutschen Markt
Die erwartete Abwanderung von Wetteinsätzen beeinflusst die Planungen der lizenzierten Anbieter, die ihre technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen kontinuierlich anpassen müssen, um Nutzer zu halten; gleichzeitig ergeben sich für die GGL zusätzliche Aufgaben bei der Überwachung und Durchsetzung der Lizenzvorgaben. Branchenbeobachter berichten, dass die Kombination aus steigendem legalem Volumen und anhaltender Offshore-Nutzung den regulierten Sektor vor besondere organisatorische Herausforderungen stellt, ohne dass die Gesamtprognose dadurch grundsätzlich infrage gestellt wird. Die Zahlen des DSWV zeigen, dass der Markt insgesamt wächst, während die Verteilung zwischen legalen und illegalen Kanälen weiterhin beobachtet wird.
Regulatorische Rahmenbedingungen
Der Glücksspielstaatsvertrag sieht klare Vorgaben für Werbung, Spielerschutz und technische Sicherheit vor, die alle lizenzierten Anbieter einhalten müssen; der DSWV betont in seinen Stellungnahmen, dass diese Regelungen die Grundlage für das erwartete Volumen von 600 bis 700 Millionen Euro bilden. Gleichzeitig verweist der Verband darauf, dass nicht lizenzierte Anbieter diese Standards nicht erfüllen und daher zusätzliche Risiken für Spieler entstehen können, die sich für solche Plattformen entscheiden. Die GGL verfolgt laufend Maßnahmen, um den Zugang zu illegalen Angeboten einzuschränken, während die lizenzierten Betreiber ihre Marktposition innerhalb der gesetzlichen Grenzen ausbauen.
Zusammenfassung der Brancheneinschätzung
Die Prognose des DSWV fasst die Erwartungen für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zusammen und hebt sowohl das Potenzial des regulierten Marktes als auch die anhaltende Konkurrenz durch Offshore-Anbieter hervor; die genannten Volumina von nahezu einer Milliarde Euro Gesamtumsatz, davon 600 bis 700 Millionen Euro legal und 300 bis 400 Millionen Euro illegal, dienen als Orientierung für die kommenden Monate. Weitere Entwicklungen hängen von der Umsetzung regulatorischer Maßnahmen und vom Verhalten der Spieler ab, die zwischen lizenzierten und nicht lizenzierten Plattformen wählen können.