Glücksspiel-Survey 2025: Mehr als jeder Dritte in Deutschland zockt um Geld – Stabile Raten mit hohen Risiken bei jungen Männern

Die zentralen Ergebnisse des Glücksspiel-Surveys 2025
Der Glücksspiel-Survey 2025, veröffentlicht am 11. März 2026, liefert detaillierte Einblicke in das Verhalten von über 15.000 Befragten im Alter von 18 bis 70 Jahren; die Erhebung erstreckte sich über den Zeitraum von August bis November 2025, und die Daten zeigen, dass mehr als 36 Prozent der Deutschen mindestens einmal im vergangenen Jahr um Geld gezockt haben – eine Zahl, die Stabilität signalisiert, wenn man sie mit früheren Umfragen vergleicht.
Was besonders auffällt, ist die Prävalenz von Glücksspielstörungen bei 2,2 Prozent der Befragten; Experten messen diese anhand standardisierter Kriterien wie der DSM-5-Diagnose, und die Zahlen bleiben konstant zu den Surveys von 2021 und 2023, wo ähnliche Werte um die 2 Prozent lagen, obwohl der Markt für Online-Glücksspiele in den letzten Jahren explodiert ist.
Und hier kommt der Haken: Junge Männer zwischen 18 und 25 Jahren weisen mit 4,6 Prozent die höchste Rate an Störungen auf; Spieler von Live-Sportwetten topfen sogar mit 27 Prozent, was darauf hindeutet, dass der Adrenalinrausch des Echtzeit-Wettens eine besonders riskante Falle darstellt, da Entscheidungen in Sekunden fallen und Verluste sich rasend schnell häufen können.
Teilnahmeraten im Detail: Wer spielt und wie oft?
Daten aus dem Survey offenbaren, dass rund 36,4 Prozent der Deutschen im fraglichen Zeitraum Geld beim Glücksspiel eingesetzt haben; das umfasst alles von Lotto über Casino-Spiele bis hin zu Sportwetten, wobei klassische Lotterien mit über 30 Prozent immer noch dominieren, während Online-Formen wie Wetten und Casinos zunehmen, ohne die Gesamtrate zu verschieben.
Beobachter notieren, dass Frauen etwas seltener teilnehmen als Männer – 33 Prozent gegenüber 40 Prozent –, doch die Geschlechterdifferenz schrumpft in jüngeren Kohorten; so berichten Forscher, dass unter 18- bis 25-Jährigen die Raten bei beiden Geschlechtern bei über 45 Prozent liegen, was den Einstieg über Apps und Social Media erklärt, wo Werbung omnipräsent ist.
Interessant wird's bei der Häufigkeit: Knapp 20 Prozent der Spieler tun es monatlich oder öfter, und hier mischen sich Gelegenheitsspieler mit Intensivnutzern; eine Untergruppe von 5 Prozent wagt wöchentliche Einsätze über 100 Euro, was die finanzielle Belastung steigert, besonders in Haushalten mit niedrigem Einkommen, wo solche Summen spürbar sind.
- Über 36 % Gesamtteilnahme (18-70 Jahre);
- 4,6 % Störungsrate bei 18-25-jährigen Männern;
- 27 % bei Live-Sportwetten-Spielern.
So lauten die Kernzahlen, die den Survey prägen; und sie spiegeln ein Verhalten wider, das seit Jahren stabil bleibt, obwohl Regulierungen wie das Glücksspielstaatsvertrag 2021 den Markt umgekrempelt haben.

Risikogruppen unter der Lupe: Junge Männer und Live-Wetten als Brennpunkte
Der Survey hebt junge Männer als Vulnerablen hervor; mit 4,6 Prozent Störungsrate übertreffen sie das Bundesdurchschnitt mehr als doppelt, und Experten führen das auf Faktoren wie finanzielle Unabhängigkeit, Peer-Druck und die Zugänglichkeit digitaler Plattformen zurück, wo Boni und Live-Streams den Einstieg erleichtern.
Turns out, Live-Sportwetten sind der Game-Changer: 27 Prozent der Spieler hier zeigen Symptome einer Störung; das liegt an der Dynamik – Wetten während eines Fußballspiels oder Tennismatches erzeugen einen Rausch, der rationale Entscheidungen lahmlegt, und Studien zu ähnlichen Märkten, wie in Großbritannien, bestätigen, dass Echtzeit-Wetten die Suchtrisiken verdoppeln können.
Neben den Jungen sind auch Geringverdiener betroffen; 3,5 Prozent in dieser Gruppe weisen Störungen auf, oft weil kleine Gewinne den Alltag aufhellen, bis Verluste eskalieren; und obwohl der Survey keine Kausalität herstellt, korrelieren die Daten mit sozioökonomischen Faktoren, die Beobachter seit Jahren tracken.
Ein Fallbeispiel aus den Anhängen des Surveys beschreibt einen 22-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen, der monatlich 500 Euro in Live-Wetten steckte; solche anonymisierten Stories illustrieren, wie Alltagsspiele zu Abhängigkeiten werden, ohne dass Umfeld es früh merkt.
Vergleich zu früheren Jahren: Stabilität trotz Marktwandel
Verglichen mit 2021 und 2023 halten die Teilnahmeraten stand; 2021 lagen sie bei 35,6 Prozent, 2023 bei 36,1 Prozent – minimale Schwankungen, die auf gesättigte Märkte hindeuten, wo Neuregulierungen wie Lizenzpflichten für Online-Anbieter die Szene ordnen, ohne die Attraktivität zu mindern.
Doch der Sportwetten-Boom sticht heraus: Anteile stiegen von 15 Prozent im Jahr 2021 auf 22 Prozent 2025; Live-Formen explodierten dabei um 40 Prozent, was den Anstieg der Störungsraten in dieser Nische erklärt, während traditionelle Spiele wie Lotto rückläufig sind.
What's significant: Die Störungsrate bei 2,2 Prozent passt zu europäischen Benchmarks; Länder wie Schweden melden 2,5 Prozent, und der Survey unterstreicht, dass Prävention hier entscheidend ist, besonders da der Markt bis 2026 weiterwächst.
Aktuelle Relevanz im Mai 2026: Diskussionen und Folgen
Im Mai 2026, nur zwei Monate nach Veröffentlichung, dominieren die Survey-Ergebnisse Debatten in Bundestag und Medien; die GGL, die Glücksspielbehörde, beruft Expertenrunden ein, um Maßnahmen gegen Live-Wetten zu prüfen, und Verbände wie die Drogen- und Suchthilfe fordern strengere Altersverifikationen.
Daten deuten an, dass die Stabilität trügerisch sein könnte; mit der EM 2024 und WM 2026 im Hinterkopf warnen Forscher vor Spitzen in Sportwetten, und erste Kampagnen laufen bereits, die auf die 27-Prozent-Risiko bei Live-Wetten hinweisen.
Regulierer beobachten zudem Schwarzmarkt-Angebote; obwohl legalisierte Anbieter boomen, locken Illegale mit höheren Quoten, was die vulnerablen Gruppen wie junge Männer trifft, und der Survey liefert hierfür den quantitativen Unterbau.
Fazit: Beständige Trends mit klaren Warnsignalen
Der Glücksspiel-Survey 2025 zeichnet ein Bild von Stabilität – 36 Prozent Teilnahme, 2,2 Prozent Störungen –, doch die Spitzen bei jungen Männern und Live-Sportwetten rufen Alarm; stabile Raten seit 2021 bedeuten nicht Stillstand, sondern anhaltende Herausforderungen, die Prävention und Aufklärung erfordern.
Experten empfehlen, auf Risikogruppen zu fokussieren; Tools wie Einzahlungslimits und Selbstausschlüsse gewinnen an Bedeutung, und im Mai 2026 steht die Politik vor der Aufgabe, diese Daten in Politik umzusetzen, damit die Zahlen nicht kippen.
Am Ende zeigen die Figuren: Glücksspiel bleibt Alltagsrealität für über ein Drittel der Deutschen; risikobewusst zu handeln, liegt im Interesse aller Beteiligten.